Zu Ostara, wenn die ersten Wildkräuter aus dem Boden schießen, kommt bei uns die Neunkräutersuppe auf den Tisch. Der Brauch, zum Frühlingsanfang eine Suppe aus genau neun Kräutern zu kochen, reicht weit zurück – ursprünglich sollte sie nach der kargen Winterzeit neue Kraft und frische Vitamine bringen. Vielerorts wird die gleiche Suppe auch an Gründonnerstag gekocht und dann Gründonnerstagssuppe genannt.
Warum neun Kräuter?
Die Zahl neun hat im Brauchtum eine besondere Bedeutung und gilt als Glückszahl des Frühlings. Welche neun Kräuter es genau sein müssen, ist dabei nicht in Stein gemeißelt. Es sollten vor allem frische, junge Wildkräuter aus der eigenen Umgebung sein.
Welche Kräuter eignen sich für die Neunkräutersuppe?
Bei den Kräutern kannst du schauen, was du findest oder was dir geschmacklich am meisten zusagt. Gut geeignet sind zum Beispiel:
• Brennnessel
• Löwenzahn
• Gundelrebe
• Scharbockskraut
• Sauerampfer
• Spitzwegerich
• Brunnenkresse
• Giersch
• Knoblauchsrauke
• Gänseblümchen
• Borretsch
Zutaten für die Neunkräutersuppe
- Neunerlei Kräuter (siehe oben), fein gehackt
- Eine Zwiebel, fein gewürfelt
- 2-3 mehligkochende Kartoffeln, klein geschnitten
- 3 El Mehl
- Etwas Butter zum Anbraten
- 1l kaltes Wasser
- Salz und Pfeffer
- Sauerrahm zum Garnieren
Zubereitung Schritt für Schritt
- Butter schmelzen und die Zwiebel glasig dünsten, Mehl darüber streuen und kurz anbräunen lassen
- Für die Mehlschwitze nach und nach Wasser hinzugeben und gut rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Das restliche Wasser aufgießen
- Die Kartoffeln hinzufügen und für 10 min köcheln lassen
- Kräuter dazugeben, für weiter 10 min köcheln lassen
- Suppe pürieren, mit Pfeffer und Salz abschmecken
- Mit Sauerrahm und einer kleinen Prise frischer Kräuter garnieren
Guten Appetit!

